Rundum-Schutz für Ihre Familie - Finanzplanung & Familienvorsorge

Geldanlage & Finanzielle Vorsorge für Kinder

Anlageformen für Kinder

Oft wollen Eltern direkt nach der Geburt Ihres Kindes Geld für den Nachwuchs anlegen, um später möglichst viel auf der Seite zu haben. Doch welche Anlageform rentiert sich in Zeiten niedriger Zinsen eigentlich noch? Vergleichen ist angesagt und aus den vielen Angeboten das passende Finanzprodukt für sein Kind auswählen. Mit der richtigen Anlageform lohnt sich das Sparen dann auch - sowohl für Kinder als auch für deren Eltern, da sie steuerliche Vorteile erwarten können.

Geldanlage für Kinder - Gute Gründe

Je älter die Kinder werden, desto größer werden auch deren Wünsche und die damit verbundenen Ausgaben. Meist ist die erste große Investition der Führerschein, dann eventuell ein Auto und nicht zu vergessen die Ausbildungskosten. Ein Studium muss komplett selbst finanziert werden und auch bei einer betrieblichen Ausbildung ist das Gehalt noch so niedrig, dass Kinder oft die finanzielle Unterstützung ihrer Eltern benötigen.

Da man allein für den Führerschein und ein erstes Auto schon mindestens 5000 € benötigt, ist es von Vorteil, wenn bei Zeiten dafür gespart wurde. Und je früher damit begonnen wird, desto höher ist natürlich der Betrag, der am Ende zur Verfügung steht. Damit Kinder lernen mit Geld umzugehen und sie ihre eigenen finanziellen Entscheidungen treffen können, macht es außerdem Sinn, ihnen monatlich einen gewissen Betrag zur Verfügung zu stellen.

Alter und Geschäftsfähigkeit

Die Geschäftsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen ist bis zu deren 18. Lebensjahr beschränkt. Erst danach sind sie voll geschäftsfähig. Bis zum 7. Lebensjahr sind Willenserklärungen von Kindern sogar nichtig und Eltern vertreten bis zu diesem Zeitpunkt ihre Kinder (§ 1629 BGB). Das Gleiche gilt auch für die Eröffnung von Konten und für die Verfügung darüber.

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0 bis 6 Jahre
  • Die Rechtsfähigkeit besteht ab der Geburt (§1 BGB)
  • Ein Sparkonto für das Kind kann von den Erziehungsberechtigten auf dessen Namen angelegt werden
  • Geschäftsunfähigkeit (§ 104 BGB): Das Kind kann keine rechtswirksamen Verfügungen vornehmen
7 bis 17 Jahre
  • Beschränkte Geschäftsfähigkeit (§ 106 BGB)
  • Verfügungen können wirksam nur mit Zustimmung der gesetzlichen Vertreter erfolgen (§§107, 108 BGB)
ab 18 Jahren
  • Volle Geschäftsfähigkeit
  • Wer als Kontoinhaber geführt wird, darf voll über das Konto verfügen

Das Baby-Sparbuch

Viele Familien legen direkt nach der Geburt des Kindes ein Sparbuch an. Darauf wird dann regelmäßig Geld eingezahlt, damit sich ein stattlicher Betrag angespart hat, wenn das Kind volljährig ist. So ein Sparbuch ist jedoch seit einigen Jahren nicht mehr ganz so lohnenswert, da die niedrigen Zinsen oft nicht mal die Inflation ausgleichen.

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Banken und Sparkassen reagieren darauf mit Sonderkonditionen für Kinder und Jugendliche. Sie wollen junge Kunden mit kleinen Begrüßungsgeschenken und vergleichsweise hohen Zinsen locken und im besten Fall auch binden. Prüfen Sie die Angebote in jedem Fall, denn oft gelten die attraktiven Guthabenzinsen nur bis zu einem bestimmten Betrag. Ist ein bestimmter Sparbetrag erreicht, dann gelten statt den zwei bis drei Prozent die üblichen Zinsen für Ihre Spareinlagen.

Die Ausbildungsversicherung

Eine gesicherte Zukunft für Ihre Kinder bedeutet auch, dass sie eine gute Ausbildung absolvieren können. Doch das kostet Geld – je nachdem ob sie eine betriebliche Ausbildung beginnen, ein Studium an einer Universität oder an einer privaten Hochschule, können die Kosten bis zu 60 000 Euro steigen. Um mit der finanziellen Belastung nicht überfordert zu sein, gibt es die Ausbildungsversicherung, welche idealerweise schon bei Geburt des Kindes abgeschlossen werden sollte.

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Wie funktioniert eine Ausbildungsversicherung?

Im Normalfall wird in die Ausbildungsversicherung über einen Zeitraum zwischen 18 und 25 Jahren regelmäßig eingezahlt. Mit dem Ende der Laufzeit erhält das Kind den vereinbarten Betrag ausbezahlt, um die Ausbildung und alle dazugehörigen Kosten finanzieren zu können. Auch beim Tod des einzahlenden Vertragspartners läuft der Vertrag bis zur vereinbarten Laufzeit weiter, ohne dass weitere Einzahlungen nötig sind. Der volle Betrag wird am Ende in jedem Fall ausbezahlt.
Viele Experten sehen das Modell der Ausbildungsversicherung kritisch, da diese Versicherung bei niedriger Rendite verhältnismäßig viel kostet. Zudem wird die Flexibilität kritisiert, denn der Rückkaufwert sinkt bei vorzeitiger Vertragskündigung stark. Die Ausbildungsversicherung ist allerdings genau genommen kein neues Modell, sondern eine Sonderform der Kapitallebensversicherung, welche aber oft an den Abschluss einer Risikolebensversicherung gekoppelt wird.

Geldanlagen mit hohen Renditen und langer Laufzeit

Festgeldkonten

Ein Festgeldkonto ist eine der beliebtesten Anlageformen, denn es bringt viele Vorteile mit sich. Eltern können für Ihre Kinder über einen längeren Zeitraum Geld anlegen und dabei profitieren sie von stabilen Zinsen ohne Schwankungen. Zudem ist Ihr Sparguthaben bis 100.000 Euro in jedem Fall abgesichert, selbst wenn die Bank finanzielle Probleme hat oder in die Insolvenz muss. Der gesparte Betrag ist allerdings erst am Ende der Laufzeit verfügbar.

Bausparverträge

Auch ein Bausparvertrag hat eine lange Laufzeit und eine hohe Sicherheit. Und genau wie ein Festgeldkonto, eignet sich auch ein Bausparvertrag als Anlageform für Kinder. Wenn Sie bereits einen laufenden Bausparvertrag haben, ist es außerdem möglich, diesen auf Kinder oder Enkel zu überschreiben. Verbraucherschützer warnen jedoch in letzter Zeit häufiger vor dieser Anlageform für Kinder, da niedrige Zinsen und hohe Gebühren zu niedrigen Renditen führen.

Banksparpläne

Banksparpläne stellen eine gute Alternative zu Festgeldkonten und zum Sparbuch dar. Mit dieser Anlageform sind die Renditeerwartungen sehr hoch, trotz niedriger Zinsen. Das liegt an attraktiven Bonuszahlungen, welche gewährt werden, wenn man über einen langen Zeitraum regelmäßig Sparraten eingezahlt hat. Zwischen zwei und vier Prozent kann man von den Bonuszahlungen erwarten. Zudem wirkt ein variabler Basiszinssatz eventuellen Inflationsrisiken entgegen.

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Wenn Sie diese Angebote für Ihren Nachwuchs nutzen wollen, sollten Sie allerdings beachten, dass das Geld über einen langen Zeitraum angelegt wird, ohne dass man darauf zugreifen kann. Sollten Sie Ihre Anlagen schon früher benötigen, müssten Sie den Banksparplan kündigen und mit Verlusten rechnen.

Tagesgeldkonto für Kinder

Tagesgeldkonten eignen sich vor allem als Ergänzung zum Girokonto. Ein- und Auszahlungen können jederzeit erfolgen, doch die Zinsen sind derzeit sehr gering, deshalb sind Renditen kaum zu erreichen. Der Vorteil ist also die Flexibilität und die schnelle Verfügbarkeit des angelegten Geldes.

Das Kinderkonto

Ein Girokonto für Kinder mit hohen Zinsen – so lässt sich das Kinderkonto beschreiben. Dieses Konto ist eine gute Möglichkeit, Kindern recht früh beizubringen mit Geld umzugehen. Denn Sie als Eltern können bestimmen, wie viel Geld Sie monatlich auf das Konto einzahlen und Ihre Kinder entscheiden selbst über Einteilung. So behalten alle den Überblick über das Taschengeld und teilweise erhalten Kinder auf das Konto sogar Bonuszahlungen. Ein gutes Einstiegsalter für Kinder ist laut Experten zwischen 10 und 12 Jahren.

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Für welche Altersgruppen eignet sich ein Kinderkonto?

0 bis 6 Jahre
  • Nicht geeignet
  • Gesetzliche Vorschriften bestimmen, dass Kinder in diesem Alter keine wirksamen Verfügungen vornehmen können
7 bis 17 Jahre
  • Besonders in den 4 Jahren vor der Volljährigkeit ist das Konto empfehlenswert
  • Mit der Kundenkarte ist eine Abhebung in den entsprechenden Bankfilialen möglich
  • Für den Einstieg in den bargeldlosen Zahlungsverkehr werden Geldkarten und Prepaid-Visakarten angeboten
  • Kein Dispositionskredit

Effiziente Geldanlage für Kinder:
Vorteile eines Schutzbriefs

  • Frühzeitiger Kapitalaufbau z.B. für die Ausbildung, das erste Auto usw.
  • Finanzieller Schutz vom Kleinkind bis ins Rentenalter
  • Möglichkeit der Kapitalentnahme oder der Zuzahlung von Einmalbeträgen (z.B. Geldgeschenke zu Kommunion oder Erbschaft)
  • Absicherungsbaustein für den Fall der Schulunfähigkeit durch Krankheit oder Unfall
  • Möglichkeit einer Berufsunfähigkeitsrente ohne erneute Gesundheitsfragen
  • Einschluss einer Kinderkrankenzusatzversicherung möglich
  • Versicherungsnehmer können Eltern, Großeltern oder auch Paten sein
  • Zusatzbaustein: Kinder-Unfallversicherung
  • Volle Leistung einer Pflegerente bei Pflegebedürftigkeit des versicherten Kindes

So können Eltern Steuern sparen

Auch für Eltern kann sich die Anlage von Kinderkonten sowie Kindersparbüchern lohnen: Da Minderjährigen hohe Sparerfreibeträge zustehen, lohnt sich diese Geldanlage für Eltern steuerlich, wenn die Konten auf den Namen Ihrer Kinder angelegt sind. Bei einem gewissen Geldvermögen lohnt es sich Freistellungsaufträge an Banken zu erteilen, um sich den Sparer-Pauschbetrag von 801 € zu sichern.

Wenn Sie mit hohen Kapitalerträgen rechnen, können Sie beim Finanzamt eine NV-Bescheinigung (Nichtveranlagungsbescheinigung) beantragen, sodass Sie keine Abgeltungssteuer leisten müssen. Es muss lediglich die Voraussetzung erfüllt sein, dass der Kontoinhaber in einem Kalenderjahr kein Einkommen über dem Grundfreibetrag erzielt. Der Grundfreibetrag wird regelmäßig an die Lebenshaltungskosten angepasst, momentan liegt er bei knapp 9 000€.

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